Referenzen & Praxisbeispiele

- Referenzen & Praxisbeispiele aus Corporate Health und BGM

Der Betriebsarzt ist Pflicht – aber kein Betriebliches Gesundheitsmanagement

Viele Unternehmen gehen davon aus, bereits ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) etabliert zu haben, weil ein Betriebsarzt eingebunden ist oder einzelne Maßnahmen stattfinden. Diese Annahme ist weit verbreitet – fachlich jedoch nicht korrekt. Der Betriebsarzt ist für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben und erfüllt eine klar definierte Aufgabe im Rahmen des Arbeitsschutzes.

Eine Dozentin im Blaser erklärt zwei Fachkräften Stressmodelle für weniger FLuktration

Seine Tätigkeit ist wichtig, stellt jedoch kein BGM im eigentlichen Sinne dar. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein Einzelakteur und keine Einzelmaßnahme, sondern ein strategisches Managementsystem.

Wirksames BGM bedeutet, Gesundheit strukturiert zu planen, zu steuern und zu evaluieren. Es basiert auf belastbaren Daten, klaren Verantwortlichkeiten und einer fachübergreifenden Zusammenarbeit – unter anderem zwischen Führung, HR, Arbeitssicherheit, BEM, BGF und weiteren relevanten Schnittstellen.

In der Praxis entsteht nachhaltige Wirkung nicht durch isolierte Aktivitäten, sondern durch klar definierte Prozesse, eine saubere Rollenverteilung und die Fähigkeit, Maßnahmen messbar zu machen und weiterzuentwickeln. Genau hier setzt professionelle BGM an.

Überblick

Fachbereiche & Brachen

  • KMU und Großunternehmen
  • Einzelhandel
  • Telekommunikation
  • Luftfahrt & Aviation
  • Tourismus & Hospitality
  • Hoch- und Tiefbau
  • Logistik & Infrastruktur
  • Textilentwicklung & Industrie
  • Gesundheitswesen & Pharma

Zusammenarbeit mit Geschäftsführern, CEO, Projektleitern, Marketing, HR, Führungskräften, Arbeitssicherheit, Betriebsärzten und externen Fachstellen.

Überblick

Fachbereiche & Brachen

  • KMU und Großunternehmen
  • Einzelhandel
  • Telekommunikation
  • Luftfahrt & Aviation
  • Tourismus & Hospitality
  • Hoch- und Tiefbau
  • Logistik & Infrastruktur
  • Textilentwicklung & Industrie
  • Gesundheitswesen & Pharma

Zusammenarbeit mit Geschäftsführern, CEO, Projektleitern, Marketing, HR, Führungskräften, Arbeitssicherheit, Betriebsärzten und externen Fachstellen.

Case Study
Private Bank

Ein Unternehmen aus der Finanzbranche wollte Gesundheitstage bewusst nutzen, um mehr zu erreichen als „nur ein nettes Event“. Statt reiner Wohlfühl-Aktion stand ein klarer Anspruch im Fokus: reale Belastungen der Mitarbeitenden sichtbar machen, gesundheitliche Risiken frühzeitig erkennen und daraus konkrete, umsetzbare Maßnahmen für HR und Führung ableiten.
Dafür wurde in einer Privatbank ein Physiocheck als niedrigschwellige Bestandsaufnahme im Rahmen eines Gesundheitstags durchgeführt. Ziel war es, häufige Beschwerden (z. B. Rücken, Schulter/Nacken) systematisch zu erfassen, arbeitsalltagsnahe Auslöser wie langes Sitzen/Stehen, Stress oder hohe Arbeitsbelastung zu identifizieren und daraus präventionsorientierte Empfehlungen abzuleiten, die im Bankalltag tatsächlich funktionieren. Ergänzend entstand eine anonymisierte Gesamtanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Organisation – damit aus dem Gesundheitstag ein datenbasierter Hebel für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird, statt ein einmaliges Event ohne nachhaltige Wirkung.

Bedarf & Präferenzen

  • 29 von 37 Teilnehmenden wünschten sich weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen (78%).
  • Bevorzugt: individuell & arbeitsplatznah.
  • Mehrfach wurde explizit der Wunsch geäußert, keine Gruppeninterventionen (z. B. „Gymnastikgruppen“) anzubieten, da dies schwer mit dem Arbeitsalltag vereinbar sei.

Abgeleitete Maßnahmen

Aus den Rückmeldungen wurden folgende Formate als besonders passend abgeleitet:

  • Individuelle Ergonomie-Schulung.
  • Arbeitsplatzanalyse am Mitarbeitenden.
  • „Massagetag“ / Massage am Arbeitsplatz.
  • Workshops zu priorisierten Themen.
  • Optional: Gesundheitstag oder Rückenkraftmessung.

Stichprobe & Vorgehen

  • Teilnehmende: n = 37 Mitarbeitende Ø 39.7 Jahre, 63% m / 37% w
  • Verwendung standardisierten Surveys (Physiocheck).
  • Kurze funktionelle Checks (Screening).
  • Ableitung individueller Empfehlungen für den Alltag.
  • Anonyme Gesamtanalyse für HR & Führung.
  • Risikobewertung und Empfehlungen.

Hinweis: Ergebnisse Momentaufnahme und anonymisiert.

Ergebnisse (Kurzüberblick)

  • 51 % der Teilnehmenden berichteten. Rückenbeschwerden. KPI: VAS 6.2/10
  • Innerhalb dieser Gruppe verteilten sich die Beschwerden auf 58 % unterer Rücken. KPI: VAS  5.1/10
    42% Hals-/Nacken-Symptomatik. KPI: VAS 7.3/10
  • Häufig genannte Auslöser: langes Sitzen/Stehen, Stress, Lärm und hohe Arbeitsbelastung wegen hohem Krankenstand KPI: AU-Tage 16.9.

Einordnung

Es zeigte sich kein akuter Interventionsbedarf, jedoch ein klarer Präventionshebel: In Anlehnung an externe Gesundheitsreports ist in vergleichbaren Tätigkeitsfeldern mit steigendem Alter mit relevanten Arbeitsausfalltagen zu rechnen – u. a. (+4,3 AU-Tage) allein durch die ICD-10 Diagnose unspezifischer Rückenschmerz. Zusätzlich kann – abhängig von Altersstruktur und Belastungsprofil – das Risiko für Ausfälle ab ca. 40. Lebensjahr steigen.

Ergebnis für die Organisation

  • Klarer Überblick über häufige Beschwerdebilder.
  • Identifizierte arbeitsalltagsnahe Auslöser (Sitzen/Stehen, Stress).
  • Maßnahmenportfolio, das zu den Präferenzen der Mitarbeitenden passt (individuell statt Gruppenformat)
  • Risikobeurteilung in Branche und Tendenzen potenzieller Ressourcen 

→ Ein Beispiel dafür, wie ein Gesundheitstag mit PhysioCheck zu einem wichtigen Baustein einer modernen, messbaren Corporate-Health-Strategie werden kann.

Corporate Health & BGM – Aufbau eines messbaren Systems

Ausgangslage:
Gesundheitsmaßnahmen waren vorhanden, aber nicht strukturiert. Fehlzeiten, Belastungen und Führungsthemen wurden nicht systematisch erfasst oder ausgewertet.

Vorgehen:

Analyse bestehender BGM- und BGF-Strukturen.

Datenerhebung (Surveys, Kennzahlen, qualitative Interviews)

Definition klarer Zielgrößen und KPIs

Aufbau eines integrierten Corporate-Health-Systems

Ergebnis:

Klare Entscheidungsgrundlagen für HR und Führung

Transparente Steuerung von Gesundheitsmaßnahmen

Verbesserte Abstimmung zwischen BGF, BEM und Führung

Ich unterstütze Sie dabei, die beste Lösung für Ihr Anliegen zu finden.

Gerne können Sie eine unverbindliche Beratung anfragen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

BGF ist eine Maßnahme – BGM ist ein Managementsystem.
Ich arbeite nicht mit einzelnen Events, sondern mit Strukturen, Prozessen, KPIs und Kommunikation. Dadurch entsteht nachhaltige Wirksamkeit.

Ja. Viele Unternehmen starten ohne Strukturen.
Wir bauen ein funktionierendes System Schritt für Schritt auf – praxisnah, wirtschaftlich sinnvoll und an die Organisation angepasst.

Der PhysioCheck ist ein strukturiertes 1:1 Kurzgespräch, das physische und mentale Belastungen sichtbar macht – ohne Diagnostik.
Die anonymisierten Auswertungen liefern wertvolle Entscheidungsgrundlagen für HR & Führung.

Mit KPIs, Surveys, Prozesskennzahlen, Interviews, qualitativen Rückmeldungen und Vorher-Nachher-Vergleichen.
Wirkung wird bei mir sichtbar – nicht geschätzt.

Ja. Ein Großteil meiner Leistungen ist ortsunabhängig möglich.
Workshops, Analysen, Führungskräftebegleitung, Surveys, Prozessberatung und Kommunikationsarbeit können komplett remote oder hybrid umgesetzt werden.

Für bestimmte Formate – wie den PhysioCheck oder Gesundheitstage – kombiniere ich digitale Elemente mit präzisen Vor-Ort-Terminen, je nach Bedarf des Unternehmens.

Diese Flexibilität ermöglicht es, auch überregional und international effektiv zusammenzuarbeiten.

Ja. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen profitieren von klaren Prozessen, guter Kommunikation und präventiver Arbeit.

Ja. Ich greife auf ein interdisziplinäres Netzwerk aus Medizin, Physiotherapie, Psychologie, Arbeitsschutz, Organisationsentwicklung und HR zurück – je nach Bedarf.

Mit einer Analyse: 1:1 Gespräche, Bedarfsaufnahme, KPIs, Surveys oder PhysioCheck.
Darauf basierend entsteht ein klarer Fahrplan für die Organisation.

Ja. Viele Leistungen im Bereich Corporate Health können steuerlich begünstigt oder vollständig geltend gemacht werden.
Dazu gehören u. a.:
• BGF-Maßnahmen nach § 3 Nr. 34 EStG (bis 600 € pro Mitarbeiter:in/Jahr steuerfrei)
• Maßnahmen im Rahmen von Arbeitsschutz & BEM
• bestimmte Beratungs- und Präventionsleistungen, wenn sie unter die Gesundheitsförderung fallen
• ergonomische oder gesundheitsbezogene Anschaffungen

Welche Maßnahmen steuerlich absetzbar sind, hängt vom Unternehmen und der genauen Struktur der Leistung ab.
Ich unterstütze bei der Einordnung und arbeite bei Bedarf mit Steuerexpert:innen aus meinem Netzwerk zusammen.

Kontakt

Sarah Roth